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Architekturrundgang Churer Nachkriegsmoderne

Der Bündner Heimatschutz BHS setzt sich als gemeinnütziger Verein für die gebaute Umwelt ein; er engagiert sich für einen sorgsamen Umgang mit dem architektonischen Erbe und fördert das Verständnis für die bündnerische Baukultur. Im Einklang mit seinen Zielsetzungen hat der BHS 2003 unter dem Titel Architekturrundgänge in Graubünden eine eigene Architekturführer-Reihe lanciert. Ende Oktober wird nun der dritte Band der Serie präsentiert: «Nachkriegsmoderne in Chur».

Der Reiz der kleinen Führer des BHS liegt in ihrer Kürze, die eine prägnante Auswahl und eine Kommentierung ohne Umschweife verlangt. Widmeten sich die vorausgegangenen Führer der Baukultur eines Ortes (Poschiavo) und eines Tales (Bergell), so kombiniert die neue Ausgabe den geografischen Rahmen mit dem einer Epoche. Ort des Geschehens ist die Kantonshauptstadt Chur, Thema die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1972, dem Beginn der Postmoderne. «Nachkriegsmoderne» bringt zum Ausdruck, dass es sich um eine besondere Form der Moderne handelt. Streng genommen meint man damit das Erbe des Neuen Bauens, der klassischen Moderne der 1920er- und frühen 30er-Jahre. In dem im Architekturrundgang verwendeten weiteren Sinn wird darunter die gesamte Nachkriegsarchitektur subsummiert. Eine entscheidende Rolle spielen in Chur neben dem Rationalismus der sechziger Jahre der skulpturale Betonbau und der Regionalismus. Beide Tendenzen sind zu einem guten Teil ebenfalls Erben der klassischen Moderne.

Kriterien für die Berücksichtigung der einzelnen Bauten – vorgestellt werden 20 Objekte – waren die architektonische und städtebauliche Bedeutung, der Erhaltungsgrad des Originalzustands sowie die kultur- und sozialgeschichtliche Aussagekraft. Es wurde auch darauf geachtet, zumindest ein gewisses Spektrum an Bauaufgaben und damals tätigen Architekten abzubilden.

Der neue Architekturrundgang wurde vom renommierten Kunsthistoriker Leza Dosch verfasst, der für sein vielfältiges Engagement im Bereich der Kunst- und Architekturgeschichte Graubündens dieses Jahr mit dem Anerkennungspreis der kantonalen Kulturförderung geehrt wird. Illustriert ist der Führer mit Aufnahmen des bekannten Architekturfotografen Ralph Feiner.

Das handliche Büchlein von 36 Seiten wird zum bescheidenen Preis von Fr. 10.- verkauft. Es wird vom Verlag Desertina in Kommission vertrieben und ist im Buchhandel oder über den Bündner Buchvertrieb erhältlich. mehr

 
Titelblatt des vom Kunsthistoriker Leza Dosch verfassten Architekturrundgangs zur Churer Nachkriegsmoderne, der im Herbst 2013 erschienen ist.


Architekturrundgang Bergell

Architekturrundgang Poschiavo Borgo



 

 






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Letzte Aktualisierung
15:51:13 27.09.2016
 
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