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Sanierung der ehemaligen Lawinengalerie am Splügenpass

Die Galerie am Splügenpass ist  ein bedeutender Zeuge der Ingenieurkunst der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein Denkmal unserer Pass- und Verkehrsgeschichte. Zur Rettung der Galerie haben der Bündner Heimatschutz und der Verein für Bündner Kulturforschung eine detaillierte Beurteilung des Zustands und ein Konzept für die Erhaltung erarbeiten lassen. Diese vom Bündner Heimatschutz finanzierte Studie bildet die Grundlage für die laufenden Instandsetzungsarbeiten.

Bedeutendes Denkmal des Ingenieurbaus des 19. Jahrhunderts
Die Galerie am Splügenpass ist in ihrer Art in Graubünden einmalig, ein Zeuge der Ingenieurkunst der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ein Denkmal unserer Pass- und Verkehrsgeschichte und ein „politisches“ Relikt aus der Zeit, als Graubünden sich den Bau seiner Kommerzialstrassen noch zum Teil von den angrenzenden Monarchien Österreich und Sardinien-Piemont mitfinanzieren liess.
Die 312 Meter lange Galerie wurde 1843 als Winterschutz für die Reisenden nach den Plänen des italienischen Ingenieurs Carlo Donegani und des Bündner Ingenieurs Richard la Nicca gebaut. Der Bau der Galerie und des „Rottenhauses“ (für die Beherbergung der Ruttner und als Hospiz für die Reisenden) wurde durch Österreich finanziert.
Nach dem zweiten Weltkrieg als der Pass in den Wintermonaten geschlossen blieb, wurde die Galerie ausser Betrieb gesetzt und durch eine Sommerstrasse umfahren. Äusserlich erscheint das Bauwerk noch heute in gutem Zustand, doch sind die Anzeichen für einen Zerfall des Gewölbes und der bergseitigen Widerlager sichtbar. Im Jahre 2000 ist ein grösseres Loch in der Decke aus-gebrochen. Auch zahlreiche Deformationen des Mauerwerkes zeigen an, dass die Lage immer kritischer wird und Einsturzgefahr besteht. Somit droht der Verlust eines kulturell bedeutenden Bauwerks, darüber hinaus wächst aber auch die Gefährdung der zahlreichen Touristen, welche die Galerie heute immer noch besichtigen und begehen.
 
Eine Initiative des Vereins für Bündner Kulturforschung und des Bündner Heimatschutzes
Zur Rettung der Galerie hat der Verein für Bündner Kulturforschung eine Arbeitsgruppe gebildet und diese mit der Ausarbeitung einer Projektstudie für die Instandsetzung und die zukünftige Erhaltung beauftragt. Mit einem neuen Nutzungskonzept soll das Bauwerk als Teil der via Spluga auch für kulturelle Anlässe benützt werden können. Die nun vorliegende Dokumentation soll zur Begründung von Beitragsgesuchen zur Sicherstellung der finanziellen Basis für die Realisierung des Projektes dienen. Die Projektstudie wurde durch einen finanziellen Beitrag des Bündner Heimatschutzes ermöglicht.

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Letzte Aktualisierung
10:18:20 25.05.2011
 
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