2026 erarbeitet der Bündner Heimatschutz den Prototyp eines modular aufgebauten Baukultur-Kits, das die Neugierde und Verständnis für Baukultur wecken und fördern soll. Es richtet sich an Erwachsene und Kinder gleichenfalls.
Das Kit besteht aus einem gedruckten Architekturrundgang und einem diesen ergänzenden Gedächtnisspiel. Entsprechend dem vornehmlich ländlich geprägten Graubünden konzentriert sich das Kit auf die dörfliche Baukultur. Das Kit wird im Sinne eines Pilotprojekts für Splügen erarbeitet – wobei Splügen exemplarisch für viele Bündner Dörfer steht. Das Kit ist auf viele andere Gemeinden übertragbar. Der modulare Aufbau des Kits macht es möglich, auch nur einzene Elemente daraus zu realisieren.
Den Architekturführer gibt der Bündner Heimatschutz zusammen mit der Gemeinde Rheinwald heraus. Der Führer erscheint als sechster Band der Architekturrundgänge Graubünden, einer Publikationsreihe des Bündner Heimatschutzes, die wissenschaftliche Fundiertheit mit guter Lesbarkeit kombiniert.
Im Architekturrundgang Splügen werden 20 Bauwerke unterschiedlicher Gattung vorgestellt und in kurzen, allgemein verständlichen Texten von je rund 2500 Zeichen in ihren (kunst-)historischen, wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Kontext gestellt sowie fotografisch dokumentiert. In ihrer Gesamtheit fügen sich die Beschreibungen zu einer umfassenden Architekturgeschichte des Ortes.
Architekturrundgänge Graubünden
SPLÜGEN
hrsg. vom Bündner Heimatschutz und der Gemeinde Rheinwald
Ludmila Seifert (Text)
Guido Baselgia (Fotografien)
Infos folgen
Der 62 Seiten umfassende Architekturrundgang erscheint am 17. Juli 2026 in deutscher Sprache. Das handliche Büchlein, das locker in jede Jackentasche passt, wird zu einem bescheidenen Preis von CHF 10.00 angeboten.




Ergänzend zum gedruckten Architekturführer produzieren wir ein Memo-Spiel, das Neugierde auf Baukultur und Spielfreude zusammenbringt. Das Memo-Spiel richtet sich an Kinder und an Erschachsene gleichermassen.
Während der Architekturführer ganz klassisch den Fokus auf einzelne Baudenkmäler legt, nimmt das Memo-Spiel die Vielschichtigkeit von Baukultur in den Blick und thematisiert anhand von 24 Bildmotiven das Ortsbild weniger als Denkmal, denn als Lebensraum. Die Motive konzentrieren sich auf scheinbar belanglose Details wie Strassenbeläge, Oberflächen, die Möblierung des öffentlichen Raums, unperfekte Zufälligkeiten wie Unkraut im Asphalt, helle und dunkle Dorfpartien etc. Damit soll die Wahrnehmung für vermeintlich Nebensächliches, das aber entscheidend zur Atmosphäre eines Ortes beiträgt und den viel beschworenen genius loci wesentlich prägt, geschärft werden.
Das Memo-Spiel enthält 48 in einer Kartonbox verstaute Spielkarten sowie ein Booklet, das in kurzen Texten in leicht verständlicher Sprache die Auswahl der Motive erläutert und damit den Eltern Hintergrundinformationen liefert, die diese den Kindern weitergeben können.
Das Memo-Spiel erscheint am 24. Oktober 2026.
SCHEINBAR NEBENSÄCHLICH
Baukultur als Memo-Spiel für Kinder & Erwachsene
hrsg. vom Bündner Heimatschutz
Köbi Gantenbein (Text)
Ralph Feiner (Fotografien)
Infos folgen
Ende 2026 entsteht als gemeinschaftliches Projekt der Gemeinde Rheinwald und des Naturparks Beverin im ehemaligen Zollhaus in Splügen (Erlaweg 2) ein Spiel- und Lernraum für Kinder. Er wird ganzjährig täglich geöffnet sein und verfolgt das Ziel, das reiche kulturelle Erbe von Splügen auf spielerische und lehrreiche Weise erlebbar zu machen. Thematisiert wird dabei auch die Baukultur. Der Bündner Heimatschutz hat die Möglichkeit, diesen Baukultur-Raum mit einem eigenen Beitrag im Sinne seiner Zielsetzungen zu bespielen. In diesem Rahmen werden 24 Bildpaare des Memo-Spiels in Form einer Wand-Installation umgesetzt.
Zur Verbreitung der Inhalte des Memo-Spiels auch ausserhalb Splügens werden die 24 Motive in der Vorweihnachtszeit für einen digitalen Adventskalender verwendet: Vom 1. bis zum 24. Dezember wird täglich ein neues Fenster ‘geöffnet’ bzw. mit Inhalt gefüllt. Als Mehrwert zum gedruckten Memo-Spiel, das sich zwangsläufig auf visuelle Aspekte des Ortsbildes beschränkt, wird der digitale Adventskalender um eine weitere Dimension bereichert, in dem Sinne, als einzelne Beschreibungen durch Tonaufnahmen und kurze thematische Videos ergänzt werden. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass sich die Wirkung der ‘bedeutsamen Belanglosigkeiten’ nicht auf das Visuelle beschränkt, sondern tatsächlich auf komplexeren sinnlichen Erfahrungen beruht.
Für die Ton- und Videosequenzen zeichnen Studierende der Multimedia-production-Abteilung der Fachhochschule Graubünden verantwortlich.
Im Rahmen der Veröffentlichung sowohl des Architekturführers wie auch des Memo-Spiels werden vor Ort thematische Dorfspaziergänge, Spielnachmittage und Kinder-Workshop durchgeführt. Im Sinne eines lebendigen baukulturellen Diskurses steht dabei weniger die Wissensvermittlung als vielmehr die Interaktion mit dem Publikum im Vordergrund. Nicht zuletzt geht es dabei auch um den Einbezug des Tast- und Riechsinn, den weder der Architekturrundgang noch das Memo-Spielt anzusprechen vermögen. Die Wahrnehmungsschulung wird damit noch reicher.
Das Begleitprogramm ist in Bearbeitung. Alle Veranstaltungen finden in Splügen statt. Bereits fixiert sind:
Samstag, 18. Juli 2026: Vernissage zum Architekturführer
Samstag, 24. Oktober 2026: Vernissage zum Memo-Spiel
Das Baukultur-Kit kann nur dank Spenden realisiert werden. Der Bündner Heimatschutz dankt allen Geldgebern für ihre Grosszügigkeit!
Bundesamt für Kultur BAK
SWISSLOS / Kulturförderung, Kanton Graubünden
Gemeinde Rheinwald
Graubünden cultura
Sotto voce Stiftung
Ernst Göhner Stiftung
Schweizer Heimatschutz
Senn Resources AG
BSA Zürich Aargau Glarus Graubünden
Stiftung Stavros S. Niarchos
GKB Beitragsfonds